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Pankratius

Chronik unser Vereinskanone

„P a n k r a t i u s“


Nach dem Deutsch-/Französischen Krieg 1870/1871, der Ausrufung des Deutschen Kaiserreiches in Versailles und der damit verbundenen Wiedererstehung des deutschen Patriotismus, wurde von den Klingenberger Kriegsteilnehmern ein „Kampfgenossenverein“ gegründet.

Dieser wurde im Jahre 1877 in den „Krieger- und Veteranenverein Klingenberg“
umbenannt. Einer der beiden obengenannten Vereine erwarb von der Firma
„Vereinigte Pulverfabriken Rosenheim-Parsberg"
eine Salutkanone (Kartuschenkanone) im Kaliber 57 mm.

Feierliche Anlässe, Jubiläumsfeiern von Vereinen, Geburtstage von Vereinsmitgliedern und Beerdigungen von Veteranen bewogen die Klingenberger zum Salut schießen.
Auch beim Besuch der Stadt Klingenberg, von Prinz Ludwig von Bayern, dem späteren König Ludwig III. von Bayern und seinem Vater, dem Prinzregenten Luitpold von Bayern schoss man Salut.

Nach dem Attentat auf Hitler wurden die Krieger- und Veteranenvereine verboten und somit auch der „Kyffhäuserbund“, in dem alle Vereine Mitglieder waren.


Nach Ende des Krieges wollte keiner mehr etwas vom Schießen wissen und die Kanone, die im Keller der Schule stand, geriet in Vergessenheit. Im Jahr 1967 mauerte man das Rohr in die Burgmauer der „Clingenburg“ ein. Die Lafette ging beim Transport auf die Burg kaputt. Das Rohr befüllte man mit Steinen und verschloss es mit einem Holzpflock. Der Verschlußmechanismus wurde mit Beton ausgegossen und das Rohr blieb nun mehr als 33 Jahre in der Burgmauer eingemauert.
Bei der Sanierung der Burgruine im Jahr 2001 entfernte man das Rohr und legte es in einem Raum der Burgruine ab.

Nach einem Besuch der „Clingenburg“ bemerkte ich, dass das Kanonenrohr nicht mehr in der Burgmauer war. Nach tagelangem Überlegen kam ich zu der Überzeugung, das Rohr für den „Feuerschützenverein Klingenberg“, von der Stadt Klingenberg zu bekommen und es seiner vorgesehenen Bestimmung wieder zuzuführen.

Nach langem Hin und Her überließ uns unser 1. Bürgermeister, Reinhard Simon, das Kanonenrohr.
Nach mehreren Wochen Arbeit gelang es uns, das Rohr wieder schussfähig zu machen. Es wurden neue Kartuschen hergestellt, eine neue Lafette aus Eichenholz gebaut und die restaurierte Kanone beim Beschussamt in Mellrichstadt beschossen.

Die Kanone erhebt seit Mai 2003 wieder ihre kräftige Stimme über Klingenberg am Main und den Landkreis Miltenberg.

Bei der Segnungsfeier wurde sie von unserem Herrn Pfarrer Prof. Dr. Dr. Feineis auf den Namen
„Pankratius“ gesegnet, dem Schutzpatron unser Kirche.


Heinrich Fenn
Oberkanonier

Erstellt am 2004-11-05 17:50:38 von webmaster
Aktualisiert am 2005-05-10 10:27:02 von webmaster
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